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Ebbe und Flut: Das Leben am Meer ist durch die Gezeiten geprägt. Sie sind die größte Kraft, die auf das Wasser der Meere einwirkt. Jedes kleinste Tröpfchen im Meer, auch in den größten Tiefen, reagiert auf die Anziehungskraft von Sonne und Mond. Der Mond hat den stärksten Einfluss auf die Gezeiten, weil er der Erde viel näher ist als die Sonne. Er kreist in etwa 29,5 Tagen einmal um die Erde, die selbst wiederum um die Sonne kreist. Auf der Seite der Erde, die zum Mond weist, ist die Anziehungskraft des Mondes größer als die Fliehkraft der Erde. So entsteht ein sogenannter Flutberg. Auf der mondabgewandten Seite der Erde ist die Fliehkraft größer als die Anziehungskraft, so dass sich hier ein zweiter Flutberg bildet. Der Meeresspiegel steigt und sinkt somit zweimal pro Tag. Im Durchschnitt etwas mehr als sechs Stunden lang steigt er an. Wir Insulaner sagen dann: "Auflaufend Wasser", damit ist die Flut gemeint. Etwa ebenso lang fällt der Meeresspiegel wieder ab, es ist also "ablaufend Wasser". Das ist dann die Ebbe. Der höchste Wasserstand wird als Hochwasser, der niedrigste als Niedrigwasser bezeichnet. Die Tide ist der Zeitabschnitt zwischen zwei Hoch- bzw. Niedrigwassern. Der Tidenhub ist der Höhenunterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser (mittlerer Tidenhub auf Langeoog: 2,80 m). Ein Erdentag dauert 24 Stunden, der Mond umkreist die Erde aber in 24 Stunden und 50 Minuten. Hoch- und Niedrigwasser verschieben sich also im Mittel um ca. 25 Minuten pro Tide.
Gezeiten

 

Gezeiten Langeoog
September 2011
Oktober 2011
Komplett Langeoog 2011

 

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